Reise ins Piemont 15.10. bis 18.10.2016

Der SAV Herbertingen auf einer Genussreise ins Piemont

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Sacra di San Michele bei Avigliana (Turin)

Im Dunkeln fuhren wir morgens los. Nach ca. 6 Stunden Nebel und Regen kamen wir im Piemont bei den Vercelli-Reisfeldern, in der Nähe von unserem Ziel „Lago di Viverone“ an. Das Wetter hat sich pünktlich zu unserer Ankunft umgestellt. Und alles war gut. Nach einer kurzen, aber mal wieder abenteuerlichen Anfahrt über steinige Feldwege, enge Brücken, Kurven und zwischen sumpfigen Reisfeldern erreichten wir das Ziel, die Reisfarm Valdemino. Dort wurde uns alles erklärt was man für den Reisanbau wissen muss. Nach einer kurzen Kochvorführung wussten wir auch wie man gutes Risotto kocht. Danach gab es 3 verschiedene Variationen Risotto. Jeder Gang mit einem anderen Wein. Jetzt wussten wir, dass wir in der Genussregion angekommen sind. Das war der Vorgeschmack dafür, was uns abends im Hotel am Lago di Viverone erwartete. Vorspeise, dann Pasta von Mama, mitten im Saal zwischen den Gästen liebevoll serviert, danach Hauptgang und zuletzt noch süßes Dessert. Am nächsten Morgen erwartete uns die nächste Überraschung. Das Hotel direkt am Strand und freier Blick bis zu den schneebedeckten Berge der Alpen. Nach einem sehr reichlichen Frühstück bei dem unter anderem Honig frisch aus den Bienenwaben aufgetischt wurde, sammelten wir Kräfte für den neuen Tag. Wir besichtigten am Morgen die Industriestadt Turin, die eigentlich fast jeder nur vom Vorbeifahren kennt. Die Altstadt präsentiert sich dann aber von ihrer besten Seite. Residenzen, Palazos, Piazas und Kirchen, für jeden etwas. Wir besuchten auch die Cattedrale di Torino, dort wird das Turiner Grabtuch aufbewahrt. Leider war dieses in einer Truhe bei klimatisierten Verhältnissen verschlossen aufbewahrt. Am Nachmittag fuhren wir noch zur Sacra di San Michele. Dieses alte Kloster inspirierte einst Umberto Eco zu dem Roman „Der Name der Rose“. Man konnte das Kloster schon von weitem sehen. Je näher man kam, desto unheimlicher wurde das riesige, alte Gemäuer. Fast endlos waren die Stufen der Todestreppe im Innern des Klosters. Hier wurden früher die Skelette der Äbte und Mönche ausgestellt, um zu zeigen, dass wir im Tode alle gleich sind. Nach einer Abfahrt über unzählige Serpentinen – eine enger wie die andere, kamen wir Dank unseres Busfahrer Frank wieder wohlbehalten im Hotel an. Am letzten Tag vor der Heimfahrt besichtigten wir noch das Schloss in Govone. Bekannt durch seine Chinesischen Tapeten und seine Malereien welche, mit ein paar Metern Abstand betrachtet, 3D-Effekte hatten. Leider wurden hier sämtlichen Möbel von der Gemeinde verkauft um den Kaufpreis für das Schloss bezahlen zu können. Zwischendurch wurde dieses Schloss auch als Schule benutzt, was dem Erhalt der Kunstwerke sicher nicht zu Verbesserung beitrug. Den Nachmittagsimbiss nahmen wir auf dem Weingut „Vignetti Brichet“ ein. Hier gab es wieder Schlemmereien. Von Spinatecken, Risotto, Ziegenkäse, Ravioli mit Kaninchenfüllung bis zu einem köstlichen Dessert. Es war wieder alles vorhanden. Natürlich wurde zu jedem Gang wieder ein sehr guter Wein serviert. Anschließend wurden wir noch von unserer Reiseleiterin durch Asti geführt. Am Abend stand wieder Risotto auf dem Programm, aber dieses Mal aus einem Parmesankäserad. Es war einfach toll zu zuschauen mit welcher Leidenschaft die Menschen hier ans Werk gingen. Zum Abschluss wurde noch eine Asti-Torte mit einem Gläschen Asti serviert.                                                                                                   Auf dem Heimweg am nächsten Tag durch die Via Mala Schlucht, besichtigten wir in Zillis noch die Kirche, die bekannt ist durch ihre Deckenmalereien. Da früher nicht alle der Schrift mächtig waren, wurden hier religiöse Geschichten durch viele einzelne Bildkassetten an der Decke erzählt. Fast so wie die heutigen Comics. Das war das letzte Etappenziel, bevor wir wieder in Herbertingen leider wieder aussteigen mussten.