Chronik

1896 gründeten angesehene Mitglieder der Gemeinde die OG Herbertingen. Unter den Gründungsmitgliedern waren Schultheiß Johann Döser, Gastwirt Georg Jungel, Maurermeister Wunibald Weiß, Kaufmann Reinhold Schmid und andere. Reinhold Schmid war der erste Vertrauensmann.

Das Wandern und Erkunden der näheren Heimat standen lange Jahre im Vordergrund der Vereinsaktivitäten. Die Geselligkeit wurde an Familien- und Heimatabenden gepflegt. Die Mitgliederzahl schwankt vom Gründungsjahr bis 1913 zwischen 6 und 20.

1913 übernahm Pfarrer Waldraff die OG und leitete sie bis zum Jahre 1927.  Ihm folgten Wunibald Weiß und Gemeindeförster Karl Fürst.

1932 legte die OG den ersten Wanderweg vom Bahnhof Herbertingen über Marbach zur Wundertanne bei Ertingen an.

1933 bekam auch die OG Herbertingen die Auswirkungen der neuen Gewaltherrschaft des III. Reichs zu spüren. Bis 1945 lassen sich aus den vereinsinternen Unterlagen leider keine Rückschlüsse auf die damaligen Aktivitäten entnehmen. Lediglich die Zahl der Mitglieder, die sich von 45 im Jahre 1933 auf 12 im Jahre 1944 reduzierte, gibt Aufschluss darüber, dass die OG noch bestand.

1967 gründet sich die OG nach mehr als 20-jähriger Abstinenz neu. Erster Vertrauensmann wird Hans-Werner Schäfer. Unter Hans Palt bildet sich die erste Jugendgruppe und die Mitgliederzahl steigt von der Wiedergründung bis zum Jahre 1972 von 75 Personen auf 211 an. Schwerpunkt der Vereinsarbeit sind Wanderungen und Ausfahrten. Erstmals wird die Waldweihnacht bei der Waldhütte ausgerichtet. Die OG nimmt sich der Pflege des Riedkapellenkreuzes an (Gedenkstätte zur Erinnerung an den Mord von Graf Andreas von Sonnenberg, Grafschaft Friedberg – Scheer, im Jahre 1511).

1968 richtete die OG den ersten Wanderweg, der vom keltischen Grabhügel „Hohmichele“ zur Heuneburg führte, ein. Später wurde der Weg vom Heuneburgmuseumsverein zum Archäologischen Wanderweg ausgebaut. Im gleichen Jahr ist erstmals vom „Funken“ und vom „Maibaum aufstellen“ zu hören.

1970 wird das erste Albvereinsstüble in der Remise beim alten Feuerwehrturm eingerichtet.

1975 findet das erste „Waldfest“ mit Wanderwettbewerben statt und ist seither fester Bestandteil im Jahreszyklus der OG aber auch der Gemeinde.

1986 wird das Albvereinsstüble an seinen heutigen Standort im Vereinsgebäude an der Hesslingerstraße verlegt.

1988 übernimmt Georg Lutz die Führung der OG von Hans-Werner Schäfer. 9 Jahre wird er dieses Amt begleiten.

1989 wird ein Teilstück des neuen Hauptwanderweges des Schwäbischen Albvereins von Herbertingen nach Saulgau mit den benachbarten Ortsgruppen gefeiert.

1991 richtet die OG die Rundwanderwege „7-Kapellenweg“ und den Rundweg 2, der zu den 14-Nothelfern führt, ein und erschließt damit ein wichtiger Teil der Heimatgeschichte der interessierten Bevölkerung.

1996 wird die OG für ihre zahlreichen Verdienste um den Naturschutz, sowie Brauchtums- und Heimatpflege, die Eichendorff – Plakette des Landes-Baden-Württemberg ausgezeichnet.

1997 übergibt Georg Lutz sein Amt als Vertrauensmann der OG an Ludwig Döringer.

2002 renoviert die OG in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde in großem Umfang die Waldhütte und macht daraus das „Freizeitzentrum Löwenwirtshölzle“. Eine bis heute stark nachgefragte Einrichtung zum Erholen und Festen. Baumeister Rudi Sauter verstarb leider viel zu früh im Jahre 2004.

2004 Im Rahmen der Festivitäten zur 1150 – Jahrfeier der Gemeinde, stellt die OG die „Herbertinger Tracht“ vor.

2006 finden die I. Herbertinger Umwelt- und Naturschutztage, initiiert von OG und der Gemeinde in Verbindung mit den örtlichen Schulen und Vereinen in allen Ortsteilen statt. Sie werden seither alle zwei Jahre durchgeführt und finden großen Zuspruch. Ludwig Döringer tritt in die zweite Reihe und tritt sein Amt als Vertrauensmann an Elmar Fischer ab.

2012 übergibt die OG den von ihr initiierten und hergestellten 3. Rundwanderweg „Unsere Natur – Unsere Heimat“ an die Gemeinde.

2013 Alfred Krippel folgt Elmar Fischer im Amt als Vertrauensmann.