Herrlicher Sonnenschein und eisige Temperaturen waren an einem Samstag Ende Januar 2017 die Begleiter einer Pflegemaßnahme am Herbertinger Jägerweiher. Die Mitglieder der OG Herbertingen (Schwäbischer Albverein e.V.) pflegen bereits seit 1976 den im Eigentum der Gemeinde stehenden Weiher, der westlich der Freizeitanlage „Löwenwirtshölzle“ im Herbertinger Gemeindewald gelegen ist. Naturschutzwart Helmut Brand durfte sich über die spontane Bereitschaft vieler Helfer freuen. Die Ortsgruppe unterstützten die Jugendfeuerwehr Herbertingen mit 11 Jugendlichen und Begleitern, sowie die Fa. Günter Möhrle GbR, die freundlicherweise das anfallende Holz kostenlos vor Ort zerkleinerte und wertvolle Biomasse damit erzeugte.
In gut zwei Stunden war Dank dreier gleichzeitig eingesetzter Kettenmotorsägen der dichte Bewuchs rund um den Weiher und auf der Insel stark ausgelichtet. Dabei achteten die Helfer besonders auf den bekannten Lebensraum der Enten, die jedes Jahr den Weiher zur Brut benutzen. Während und nach dem Einsatz der Motorsägen galt es, das Schnittgut zusammenzutragen und für den Häcksler zwischenzulagern. Die großen und kleinen Helfer hatten dabei so viel zu tun, dass die herrschende Kälte nur noch am Rande verspürt wurde und manch einer sich alsbald der dicken Winterkleidung teils entledigte. Noch einmal galt es richtig anzupacken als der Häcksler in einer halben Stunde das in mehr als zwei Stunden zusammengetragene Material in winzig kleine Stücke zerlegte.
Am Ende des Einsatzes waren die Helferinnen und Helfer von der Ortsgruppe zu einer kleinen Stärkung ins Albvereinsstüble eingeladen, wo Vertrauensmann Alfred Krippel mit einem knisternden Holzfeuer im offenen Kamin für eine angenehme Temperatur gesorgt hatte. Mit Freude war zu registrieren, dass keine Verletzungen zu beklagen waren. Leider war das Eis stellenweise doch nicht so stark wie gehofft. Zwei nasse Füße soll es gegeben haben. Was beim aktuellen Einsatz noch nicht ausgelichtet werden konnte, ist der breite Schilfgürtel zwischen dem östlichen Ufer und der Insel. Diese Pflege muss in Zusammenarbeit mit der Gemeinde mit schwerem Gerät im zeitigen Frühjahr erfolgen.
Naturschutzwart Brand bedankte sich herzlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre Bereitschaft zu helfen und damit ihren persönlichen Beitrag für unsere Natur und unsere Heimat geleistet zu haben.
